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BMBF-Verbundprojekt GeoArchives - Signals of Climate and Landscape Change preserved in Southern African Geoarchives

Univ.-Prof. Dr. Jörg Völkel koordiniert aus dem Rahmenprogramm des BMBF FONA - "Forschung für Nachhaltige Entwicklung" heraus und innerhalb des internationalen Forschungsprogramms SPACES - "Science Partnerships for the Assessment of Complex Earth System Processes" das international operierende Verbundprojekt GeoArchives - "Signals of Climate and Landscape Change preserved in Southern African Geoarchives" mit Verbundpartnern am Deutschen GeoForschungsZentrum Potsdam GFZ und Senckenberg am Meer Wilhelmshaven SAM.


Das Verbundprojekt GeoArchives (Laufzeit 07/2013 – 06/2016) ist in drei Projekte (SP 1-3) gegliedert:

SP 1: Identification and mapping of palaeoenvironmental archives and process analysis in Southern Africa based on hyperspectral and multispectral remote sensing technology

 

 

SP 2: Slope, Fans, Terraces – A three systems approach for estimating future climate and land-use change

 

Prof. Dr. Jörg Völkel, TU München

Dr. Oliver Bens, GFZ Potsdam

 

SP 3: Coastal lagoons and continental lake sediments – Holocene climate-ecosystem archives

 

Dr. Achim Wehrmann, Senckenberg am Meer

PD Dr. Heinz Wilkes, GFZ Potsdam

Prof. Dr. Dirk Wagner, GFZ Potsdam

 

Das Verbundprojekt GeoArchives zeigt Forschungsstrategien auf, die geeignet sind, die natürlichen Ressourcen Südafrikas vor dem Hintergrund des globalen Wandels kritisch zu hinterfragen und den damit verbundenen Herausforderungen zu begegnen. Dies betrifft insbesondere die Auswirkungen von Klimawandel und Landnutzung auf den Wasserhaushalt, die Bodenfruchtbarkeit und die Verfügbarkeit geeigneter Landflächen für den zukünftigen Bedarf. Von höchster Bedeutung sind daher eine effizientere Nutzung der vorhandenen Ressourcen und zugleich ihr Erhalt. Verschiedene sich überschneidende Aspekte müssen berücksichtigt werden, um ein nachhaltiges und integriertes Management von Ressourcen- und Landnutzung sicherzustellen. Klimatische Veränderungen bzw. der menschliche Einfluss wie Landwirtschaft, Beweidung und Ackerbau können hierbei zu einer Degeneration der Landschaft führen, sofern die natürliche Stabilität der Landschaft und ihr Regenerationspotential überschritten werden.

Die Ergebnisse helfen entscheidend, prognostisch ausgerichtete Szenarien und Modelle zu evaluieren. Sie erlauben eine qualitative wie quantita­tive Erfassung von Prozessen wie Bodenerosion, Ablagerung und Degradation auf lokaler wie regionaler Ebene und geben somit Hinweise auf die zukünftigen Auswirkungen von Landnutzung, Klimaveränderung und Wandel der Landschaft. Im Kontext der Anpassung an die globalen Veränderungen wird dazu beigetragen, Werkzeuge der Erdbeobachtung in kontinentalen und marinen Bereichen zu ent­wickeln. Auf Grundlage der Analyse der terrestrischen und marinen Geoarchive wird das Verbundprojekt einen Wissenstransfer zwischen Forschung, Wirtschaft und der Gesellschaft liefern. Mit Hilfe entsprechender Netzwerke und im Kontext mit weiteren Forschungsprogrammen im Südlichen Afrika werden den Entscheidungsträgern die Instrumente für ein zukunftsorientiertes, nachhaltiges Erdsystem-Management vor einem geowissenschaftlichen Hintergrund an die Hand gegeben. Das gilt insbesondere für die Verzahnung der Forschungsstrategie dieses Verbundprojektes (GeoArchives) mit den weiteren Verbundprojekten innerhalb SPACES und den dort verfolgten Forschungsstrategien.